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Anpassungen für Holzwerkstoffe in Aussicht

Die natureplus Kriterienkommission arbeitet an einigen neuen Projekten

Ende Juni fand die zweite diesjährige Sitzung der natureplus Kriterienkommission statt. Hauptthema waren Berichte aus den verschiedenen Arbeitsgruppen. So berichtete die neu eingerichtete Arbeitsgruppe "Circular Economy" von ihren Planungen für eine Workshop-Serie im Herbst, die sich mit den spezifischen Voraussetzungen für eine ökologische Kreislaufwirtschaft in den verschiedenen Stoffgruppen beschäftigen soll. Die Arbeiten an einer neuen Vergaberichtlinie für Mineralfaser-Dämmstoffe in bestimmten Anwendungsgebieten geht indes weiter, der ursprünglich anvisierte Termin für einen ersten Richtlinienentwurf verschiebt sich allerdings, da weitere Informationen eingeholt werden. Bezüglich der Deklaration der Klimaschutz-Eigenschaften von Bauprodukten hat die betreffende Arbeitsgruppe ihre Grundlagen geklärt und sucht aktuell noch Projektpartner für die Bewertung von Kompensations- und Speicherungsmaßnahmen.

Breiten Raum nahm auf der Sitzung der Bericht der Arbeitsgruppe zur Richtlinie 5010 "Emissionsarme Bauprodukte" ein. Sie hatte sich aufgrund von neueren Forschungsergebnissen und toxikologischen Studien speziell mit den natürlichen Emissionen aus Holz und Holzwerkstoffen beschäftigt. Auch wenn die insgesamt 8 analysierten Studien nicht immer eindeutige Ergebnisse zeigten, kam der KK-Berichterstatter Michael Köhler vom Bremer Umweltinstitut zu dem Ergebnis, dass insbesondere in den Bereichen, wo die Hersteller kaum Einfluss auf die biogenen Emissionen nehmen können, Erleichterungen bei den Emissions-Grenzwerten des natureplus Umweltzeichens möglich sind. Angesichts der Bedeutung des Holzbaus für den Klimaschutz seien insbesondere bei Terpenen und Aldehyden sowie beim VOC-Summenwert Anpassungen zu verantworten, zumal weiterhin strenge Anforderungen unterhalb der anerkannten LCI-Werte gelten. Eine entsprechende Änderung der natureplus Vergaberichtlinie RL5010 soll nach der Sommerpause in ein Anhörungsverfahren gehen.

Außerdem wurden auf der Sitzung noch eine Reihe kleiner Anpassungen und Fortschreibungen an bestehenden Vergaberichtlinien diskutiert, die sich aus der Praxis oder aus geänderten Normen ergeben. So will natureplus beispielsweise auf die Gefährdungseinstufung von Boraten und die kritische Betrachtung von Titandioxid-Nanopartikeln reagieren, mit Blick auf die öffentliche Vergabepraxis soll eine Aufnahme von Gehaltsgrenzen bei Farben und Lacken erwogen werden.

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