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Förderung für energetische Sanierung

Durch die am 01.07.2021 in Kraft getretene Bundesförderung für energieeffiziente Gebäude (BEG) werden künftig auch zahlreiche Maßnahmen der energetischen Sanierung sowie damit in Zusammenhand stehende Beratungen stärker gefördert.

Zum 01.07.2021 trat die neue Bundesförderung für energieeffiziente Gebäude in Kraft.  Die bisherigen Förderungen der KfW und des BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausführkontrolle) für die Energieeffizienz von Gebäuden und die Nutzung erneuerbarer Wärme wurden hierfür neu geordnet, gebündelt und übersichtlicher gestaltet. Das neue Bundesförderprogramm enthält nun drei Teilprogramme: Wohngebäude, Nichtwohngebäude und Einzelmaßnahmen.

Auch wenn Umweltverbände wie der natureplus e.V. das Förderprogramm wegen seiner einseitigen Ausrichtung auf die Energieverbräuche in der Nutzungsphase und der Vernachlässigung der sogenannten Grauen Energie über den ganzen Lebenszyklus des Gebäudes kritisieren, begrüßen sie die verbesserten Konditionen für energetische Sanierungsmaßnahmen im Bestand.

Förderfähig sind bei Bestandsgebäuden insbesondere

  • Maßnahmen an der Gebäudehülle (z. B. Dämmung der Außenwände und Dachflächen, Austausch von Türen und Fenstern) mit 20 Prozent,
  • Erneuerbare Energien für Heizungen (z. B. Wärmepumpen, Biomasseanlagen, Hybridheizungen oder Solarthermieanlagen) mit 20 bis 45 Prozent
  • Anschluss an ein erneuerbares Gebäude- oder Wärmenetz mit 30 bis 45 Prozent
  • sowie Maßnahmen zur Heizungsoptimierung (z. B. hydraulischer Abgleich, inklusive Austausch von Heizungspumpen) mit 20 Prozent.

Die Umweltverbände, beispielsweise die Gebäude-Allianz, hatten in der Vergangenheit darauf gedrängt, insbesondere die Förderung von Einzelmaßnahmen der energetischen Sanierung in ein Gesamtkonzept für den Weg zum klimaneutralen Gebäude einzubetten. Deshalb sollten beispielsweise nach der Vorstellung der natureplus-Partner DGNB und DUH jährlich eine Million ganzheitlicher „Sanierungsfahrpläne“ vom Bund gefördert werden. Immerhin sind nun mit dem BEG auch mit der Sanierung in Zusammenhang stehende Beratungsleistungen förderfähig. Gefördert werden etwa

  • die mit einer DGNB Zertifizierung in Zusammenhang stehenden Beratungs und Planungsleistungen, sowie Neubauten mit einer DGNB Nachhaltigkeitszertifizierung (NH-Klassen) und Sanierungen
  • die Leistungen des BiRN Instituts (BauInstitut für Ressourceneffizientes und Nachhaltiges Bauen GmbH) und deren Zertifizierung mit dem BNK (Bewertungssystem Nachhaltiger Kleinwohnbau)

Auch umfassende Beratungsleistungen hinsichtlich einer ganzheitlichen energetischen Fachplanung und Baubegleitung etwa durch Energieberater sind förderfähig. Dadurch sollen vor allem auch umfassende Sanierungsmaßnahmen unterstützt werden. Im Zuge dieser Maßnahmen, gibt zudem die natureplus Produktdatenbank eine erste Orientierung bei der Wahl nachhaltiger Baustoffe.

Zuständig für Einzelmaßnahmen-Zuschüsse ist das BAFA. Die KfW nimmt die Anträge für die Einzelmaßnahmen-Kredite an. Für die Gesamtsanierungen, die Effizienzhaus-Förderung, bleibt die KfW zuständig.

Fortbildungen zum neuen BEG für Architekten, Planer und Energieberater:

Informationen zur Förderung von DGNB Zertifizierungs-/Beratungsleistungen: 25.08.2021, 9 – 10 Uhr, Hier anmelden

90 minütiges Online Seminar zu den Änderungen durch das BEG vom Ökozentrum NRW am 03.08./07.09./05.10.2021 – Anmeldung hier

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