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Viele neue Pläne

Die virtuelle Generalversammlung des natureplus e.V. belegte emsige Tätigkeiten mit wachsenden Erfolgen, einstimmig wurde der Haushalt gebilligt, viele neue Pläne und Aktivitäten weckten das Interesse fürs Mitmachen.

Mit wachsendem Mitarbeiterstab und nochmals erhöhtem Aktivitätslevel geht der Internationale Verein für zukunftsfähiges Bauen und Wohnen natureplus e.V. aus seiner diesjährigen Generalversammlung hervor, die am 20. Mai erneut als Webkonferenz in englischer Sprache abgehalten wurde. Eine ohne Gegenstimmen verabschiedete Satzungsänderung ermöglicht es, die Versammlungen auch künftig virtuell abhalten zu können, was bei Teilnahme von zahlreichen Mitgliedern aus dem europäischen Ausland einen echten Fortschritt für die Basis bedeutet. Dennoch wird für 2022 wieder eine Präsenzveranstaltung angepeilt, um das 20. Jubiläum des natureplus-Umweltzeichens angemessen zu feiern.

Emsige Tätigkeiten

Der Rechenschaftsbericht des Präsidenten Rolf Buschmann listete zahlreiche Aktivitäten im Bereich Weiterbildung, Information und Lobbying in den vergangenen 12 Monaten auf, insbesondere die beiden Webseminar-Reihen zu "Circular Economy" und "Healthy Building" im Jahr 2020 und die aktuell laufende Seminarreihe zum Thema "Baumaterialien der Zukunft". Dutzende von hochkarätigen Referenten und meist über 100 Teilnehmer aus zahlreichen Ländern belegen die Attraktivität dieses Veranstaltungskonzepts. 

Durch einige öffentliche Kampagnen im Rahmen des von natureplus initiierten "Bauwende-Bündnis", der breit angelegten "Gebäude-Allianz", gemeinsam mit anderen Umweltverbänden im DNR und neuerdings auch mit Architects for Future gelang es, natureplus in Deutschland zu größerer Bekanntheit zu verhelfen und für die natureplus-Philosophie der ganzheitlichen Umwelt-Bewertung von Bauprodukten über den ganzen Lebenszyklus zu werben. Die Öffentlichkeitsarbeit wurde durch eine aktuell runderneuerte Homepage, regelmäßige monatliche Newsletter für einen wachsenden Abonnentenkreis und verstärkte Aktivitäten in den sozialen Medien mit hunderten neuer Follower ergänzt. Eine stetig steigende oder zumindest stabile Anzahl von zertifizierten Produkten, Vereinsmitgliedern und Kunden sind das Ergebnis. 

Neue Projekte

Für Herbst dieses Jahres kündigte Buschmann zwei weitere - wiederum zum Teil in englischer Sprache abgehaltene - Webseminar-Reihen zu den Themen "Kohlenstoff-Bindung in biobasierten Bauprodukten" und "Grundanforderungen an nachhaltige Baustoffe" an. Nach längerer Vorbereitung ist es wieder gelungen, staatliche Fördermittel für die natureplus-Arbeit zu akquirieren, damit werden die "Baustoffwende"-Aktivitäten und eine neue Studie zum Thema "Nachhaltigkeit in der Lieferkette Bau" unterstützt, die Ende des Jahres startet. Einen weiteren Förderantrag im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit reicht natureplus zusammen mit einigen Partnern gerade ein. Wichtig ist Buschmann, die Mitglieder des Vereins bei all diesen Aktivitäten mitzunehmen und einzubeziehen. Zum Thema "kreislaufgerechtes Bauen" ist ein Arbeitskreis geplant, der Grundlagen für ein neues Kriterium für das natureplus-Label erarbeiten soll, zudem ist eine Marketing-Kommission geplant, die sich darum kümmern soll, das Label für die Nutzer praktischer in der Anwendung zu gestalten und seinen Nutzen besser darzustellen.

Für die Kriterienkommission berichtete der kommissarische Vorsitzende Thomas Schmitz von ebenfalls einer Fülle neuer Projekte und Aufgaben. Im Mittelpunkt stehe die laufende Digitalisierung der Kriteriensätze und Standards des natureplus-Labels, mit der zugleich eine Vereinheitlichung und Aktualisierung mit Änderungen an unzähligen Details einhergehe. Neu sei die Arbeit an einer Vergaberichtlinie für Dämmstoffe aus Mineralfasern in speziellen Anwendungsfällen sowie die Analyse neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse bezüglich der Gefährlichkeit biogener Emissionen im Rahmen der laufenden Aktualisierung der natureplus-Emissionanforderungen. An den Vorhaben zur Circular Economy und zur Nachhaltigkeit in der Lieferkette werde sich die Kommission ebenso beteiligen wie an einer neuen Klimaschutz-Initiative. 

Gesunde Finanzen

Trotz des gestiegenen Tätigkeitsaufwands und trotz der Unwägbarkeiten der Corona-Pandemie ist es gelungen, im Jahr 2020 wieder einen Überschuss in mittlerer fünfstelliger Höhe zu erzielen, berichtete natureplus Geschäftsführer Tilmann Kramolisch, und damit nach der verlustreichen Umstrukturierung den Turnaround zu schaffen. Im laufenden Haushalt sollen steigende Ausgaben für Personal, Kriterienentwicklung und die Unterstützung der internationalen Strukturen durch aufgrund guter Baukonjunktur steigende Einnahmen aus Lizenzgebühren und zusätzliche staatliche Fördergelder ausgeglichen werden. Der Bericht der Kassenprüfer ergab keinerlei Beanstandungen. Uwe Welteke-Fabricius zollte dem Vorstand und der Geschäftsführung ausdrücklich Respekt für die guten Leistungen und konnte aufgrund seiner Prüfungen eine gesunde Finanzlage bescheinigen. Somit wurde auf Antrag von Uwe Welteke-Fabricius dem Vorstand und der Geschäftsleitung Entlastung erteilt und das Budget für 2021 genehmigt, jeweils einstimmig bei einer Enthaltung.

Mit einer Vorschau auf die noch ausstehenden Veranstaltungen der Webseminarreihe "Baumaterialien der Zukunft" und einem Ausblick auf die kommenden Termine ging die Veranstaltung nach einem kurzen privaten Austausch über demnächst anstehende Diskussionen und einem Appell zum Mitmachen zu Ende. Etwa ein Viertel der natureplus-Mitglieder, zumeist Organisationen oder Firmen, hatten sich beteiligt und tragen nun die natureplus-Ideen weiter in ihre Tätigkeitsbereiche.

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