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Breites Bündnis für Bauwende

Anlässlich der Konferenz der Bauminister:innen der Länder am 18./19.November, aktuell online statt in Erfurt, ruft ein breites Bündnis um die Organisation Architects for Future die Politiker dazu auf, die Bauwende einzuleiten und eine "Umbauordnung" zu beschließen.

Parallel zur Bauministerkonferenz in Erfurt hatte Architects for Future (A4F) zuerst eine Demonstration geplant, um die Fachminister:innen der Länder zu bewegen, eine Novelle der Bundesbauordnung für klimaneutrales, kreislauffähiges und in allen Aspekten nachhaltiges Bauen zu beschließen. Der Aufruf zu dieser Aktion "Ohne Bauwende keine Klimawende!" wird von 30 Organisationen, darunter der BDA, BUND, DGNB, natureplus und Verband Baubiologie, sowie von 15 Professor:innen deutscher Hochschulen unterstützt.

Hierin heißt es: "Um den Gebäudebestand klimaneutral bzw. klimapositiv umzubauen, sind geänderte gesetzliche Rahmenbedingungen für das Bauen nötig. Das Gebäudeenergiegesetz ist eine dieser gesetzlichen Rahmenbedingungen, bei denen wir dringenden Änderungsbedarf sehen. Nicht minder wesentlich für das Erreichen einer “Bauwende” sind jedoch auch die Bauordnung, die Baunutzungsverordnung und Normen, die das Bauen betreffen. Deshalb fordern wir Sie als Bauministerkonferenz auf, die aktuell gültige Musterbauordnung zu novellieren, hin zu einer Muster(um-)bauordnung, die klimapositives Bauen fördert, klimaneutrales Bauen als Mindestmaß vorschreibt und Bauvorhaben, die diesem - und somit auch dem Pariser Klimaabkommen - entgegen stehen, nicht mehr zulässt."

Elemente der Umbauordnung

Nur unter Berücksichtigung einiger Grundsätze könne es nach Ansicht der A4F und ihrer Unterstützer gelingen, die durch Konstruktion, Betrieb und Rückbau von Gebäuden verursachten CO2-Emissionen, Ressourcenverbrauch und Müllaufkommen maßgeblich zu reduzieren. Eine Muster(um-)bauordnung sei notwendig, die

  • das Weiterbauen am Bestand als “Standard”-Bauaufgabe anerkennt und die Zwänge beim Bauen im Bestand berücksichtigt,
  • Vorgaben für einen wertschätzenden Umgang mit der Ressource “Fläche” macht und 
  • kreislauffähiges Bauen zum Standard erhebt, um den Bausektor langfristig klimapositiv, ressourcenschonend und damit zukunftsfähig zu gestalten.

In ihrem Statement “Klimaneutrales bzw. klimapositives Bauen: Vorschläge für eine Muster(um)bauordnung” vom 02.07.2021 hatten die A4F die aktuelle Musterbauordnung analysiert und "sieben wesentliche Stellschrauben ausmachen können, die teilweise bereits durch kleine Änderungen in den aktuell gültigen Paragraphen einen wesentlichen Unterschied hin zur Bauwende bewerkstelligen" könnten. Das Papier finden Sie hier im Anschluss. Ebenso ein Statement mit sieben Forderungen der A4F an die Baubranche, das um Unterstützerunterschriften wirbt.

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