Veranstaltungen

natureplus veranstaltet zusammen mit seinen nationalen und internationalen Partnern Webseminare, Konferenzen und Schulungen zum Thema nachhaltiges Bauen und gesundes Wohnen. Die Veranstaltungen bieten Infos zu aktuellen wissenschaftlichen und politischen Entwicklungen und zeigen, wie klima- und ressourcenschonendes Bauen konkret umgesetzt werden kann. Kommen Sie mit Expertinnen und Experten des Bausektors und uns ins Gespräch und diskutieren Sie mit.

Folgend finden Sie aktuelle Termine und die Präsentationsmaterialien der vergangenen Veranstaltungen.

 

2021

 

Wie können wir das Bauen mithilfe nachhaltiger Baustoffe zukunftsfähig machen?


Dieser Frage gehen Architekt*innen, Baustoffexpert*innen und Hersteller in der Webseminar-Reihe „Baustoffe der Zukunft – Wie Klassiker und Newcomer das Bauen nachhaltig verändern“ nach.
Die sechs Webseminare finden in deutscher und englischer Sprache vom 16. April bis 8. Juli 2021 statt.

Kaum ein Thema ist so mit der Vorstellung von Zukunft verbunden wie das Bauen. Gleichzeitig sind Energieverbrauch und Ressourcenaufwand im Bauwesen alles andere als zukunftsfähig: Bereits beim Einzug in einen konventionellen Neubau ist die Hälfte des Gesamtenergieverbrauchs aufgezehrt, wenn eine 50-jährige Betriebsdauer angesetzt wird. 50 Prozent des gesamten Abfallaufkommens in Deutschland sind Bau- und Abbruchmaterialien.

Mit der natureplus Webseminar-Reihe „Baustoffe der Zukunft“ werfen wir einen Blick auf die Baumaterialien von morgen. Baumaterialien der Zukunft müssen eine ganzheitliche Antwort auf die Nachhaltigkeitsfrage liefern: Sie sollen langlebig, mit möglichst geringem Energie- und Rohstoffeinsatz produziert, wiederverwendbar oder hochwertig recycelbar und dazu frei von Schadstoffen sein.

Gemeinsam mit Expert*innen der Wissenschaft beleuchten wir vielseitige Materialien und innovative Bauproduktlösungen. Architekt*innen zeigen mit konkreten Anwendungsbeispielen wie schon heute klima- und ressourcenschonend und damit zukunftsfähig gebaut werden kann. Neben Holz, Ziegel und Lehm als vielseitige „Klassiker“ werden mit Bambus, Sekundärbaustoffen und weiteren überraschenden Baumaterialien faszinierende „Newcomer“ diskutiert. Jedes Webseminar widmet sich ausführlich einem dieser Baustoffe. Drei Termine finden in deutscher und drei in englischer Sprache statt.

Die Webseminar-Reihe startet am 16. April mit einem Kick-Off-Vortrag zu Holz, dem konventionellen und auch künftig vielversprechenden Baumaterial. Ludger Dederich, Architekt und Professor an der Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg (HFR), führt mit einer Keynote zur „Holzbauoffensive Europa“ in das Thema ein. 

Darauf folgen 5 Webseminare zu den Baustoffen:

30. April: Bricks – A traditional player shaping the future?
21. Mai:  Lehm – Kann der älteste Baustoff die Bauindustrie nachhaltig verändern? 
04. Juni: Building with bamboo - a building material suitable for the masses?
18. Juni: Sekundäre Baustoffe - Die Zukunft des Bauens?
8. Juli: Who would have thought this? - Surprising building materials.

 

2020

 

Event series "natureplus Europe – Healthy Buildings 2020"

Under the title "natureplus Europe - Healthy Buildings 2020", natureplus and its international representatives organized a Europe-wide series of web seminars with building specialists, leading academics and materials experts from all over Europe.

The 4 events (3 others had to be postponed due to Corona) took place from 19th to 29th October 2020.

 

Below you will find the presentations and videos of the web seminars.

natureplus WEBSEMINAR –Germany- : Indoor Air Quality – Understanding, Ensuring & Realizing Healthy Living?

ASBP WEBCONFERENCE –Great Britain- : COVID 19: The Importance of Healthy Building

IBO WEBSEMINAR –Austria- : Healthy Buildings: Contaminants & Pollutants in the Circular Economy


natureplus Webseminarreihe "reduce, reuse, recycle - Zukunft Baustoffe | Wie gelingt der Baubranche der Einstieg in eine ökologische Kreislaufwirtschaft?"

Unter dem Titel "reduce, reuse, recycle - Zukunft Baustoffe | Wie gelingt der Baubranche der Einstieg in eine ökologische Kreislaufwirtschaft?" veranstaltete natureplus mit Unterstützung der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) eine internationale Webseminarreihe mit Expertinnen und Experten aus der Wissenschaft, mit Politikern und Vertretern von Ministerien, mit Planer*innen und Herstellern aus einigen Ländern Europas. Die insgesamt fünf Veranstaltungen fanden jeweils im Wochenrhythmus vom 24. Juni bis 21. Juli 2020 statt.

Nachfolgend finden Sie die Präsentationen und Videos der Webseminare.

WEBSEMINAR 1 – Kick-off: Urban Mining und wie gelingt der Einstieg in die Circular Economy?

WEBSEMINAR 2 – Ressourcenwende & Architektur – Bauen neu denken?

WEBSEMINAR 3 – Ressourcenwende & Politik – Wie geht es weiter?

WEBSEMINAR 4 – Circular Economy in Europe – Approaches & best practice?

WEBSEMINAR 5 – Ressourcenwende & Produktentwicklung – Chancen für kreislauffähige Baustoffe?

 

2019

 

Anhörung zur neuen Vergaberichtlinie 5020 - Klimaverträglichkeit und Energieeffizienz

natureplus lädt herzlich ein zur Anhörung der neuen Grundlagenrichtlinie 5020 - Klimaverträglichkeit und Energieeffizienz, am Donnerstag, den 24. Oktober 2019, 14:30 - 17 Uhr im Tagungszentrum KaEins (Kasseler Str. 1a) in Frankfurt am Main.  

Die Bewältigung des anthropogenen Klimawandels ist die aktuell größte Herausforderung der Menschheit und die Herstellung von Baustoffen trug 2010 mit rund 18,4 % der Industrie-bedingten CO2-Emissionen erheblich zum Klimawandel bei. Vor diesem Hintergrund hat die Kriterienkommission von natureplus eine neue Vergaberichtlinie 5020 zur Ökobilanz aufgestellt. In Übereinstimmung mit der EU-Umwelt- und Klimapolitik konzentriert sich natureplus bei seinen Ökobilanzberechnungen künftig auf die Umweltparameter des Globalen Erwärmungspotentials (GWP) und der Primärenergie (PE). Ziel ist es, die Klimaverträglichkeit der Baustoffe, gemessen an ihrem CO2-Fußabdruck (CFP), sowie die Energieeffizienz bei der Herstellung der Baustoffe durch die Einführung von Grenzwerten für diese beiden Parameter insgesamt zu verbessern.

Diese neue Richtlinie, die künftig zur Grundlage für die Auszeichnung mit dem natureplus Umweltzeichen werden soll, wird nun in einer öffentlichen Anhörung interessierten Kreisen zur Kommentierung vorgestellt, wozu natureplus herzlich einlädt. Die im Rahmen der Anhörung vorgetragenen Bedenken und Anregungen fließen in die endgültige Fassung der RL 5020 ein, die zum Jahresende 2019 verabschiedet werden soll.

Zur Anhörung sind alle interessierten Kreise zugelassen, neben den natureplus-Mitgliedern und Kunden auch Verbände und Initiativen, die sich dem nachhaltigen Bauen mit klimaverträglichen Baustoffen verschrieben haben. Es können auch schriftliche Stellungnahmen zur Anhörung eingereicht werden. Eine Anmeldung unter info@natureplus.org ist notwendig. Die erforderlichen Unterlagen - insbesondere der Richtlinienentwurf 5020 - werden mit der Bestätigung der Anmeldung versandt.


NECKARGEMÜNDER SEMINARE – „sicher gesund bauen“ – Verwendbarkeit von nachhaltigen Bauprodukten in Abhängigkeit von Bauordnungsrecht, Werkvertrag und Produkthaftung


 

2018

 

NECKARGEMÜNDER SEMINARE - Gesundheitsschutz im Gebäude - schliesst die Novellierung der Landesbauordnungen die durch das EUGH Urteil entstandene Sicherheitslücke?


Fachkonferenz Fachtagung 2018

Die natureplus-Fachtagung am 5.6.2018 in Volketswil in der Schweiz, rückte die Rolle von natureplus in europaweiten Zertifizierungs- und Fördersystemen in den Fokus.

Der Gastgeber natureplus und der natureplus Landesverband Schweiz, welcher durch den Verein Baubioswiss repräsentiert wird, sowie die Firma KEIMFARBEN AG Schweiz als Sponsor konnten rund 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in der Bauarena in Volketswil begrüßen. In den Fachvorträgen beschäftigten sich die Referentinnen und Referenten mit der Frage, welche Rolle das natureplus Label im Rahmen der aktuellen europäischen Gebäudezertifizierungen und den bestehenden Fördermöglichkeiten für nachhaltige Baustoffe spielt.

Christian Stünzi, Leiter Zertifizierung von Minergie Schweiz stellte in seinem Vortrag „Wie garantiert Minergie ECO eine gesunde und ökologische Bauweise“ dar, wie der Komfort von Gebäudenutzern und die Energieeffizienz der Gebäude im Mittelpunkt der Minergie ECO Zertifizierung stehen.

Anna Braune, Leiterin der Forschung und Entwicklung bei der DGNB, gab einen Überblick über das DGNB System Version 2018 und stellte heraus, dass es der DGNB bei der Zertifizierung darum geht, eine ganzheitliche Qualität umzusetzen - das DGNB System soll als Motivation und Planungstool dienen, um nachweislich bessere Gebäude zu bauen und zu betreiben. Nachhaltigkeit soll als integraler Bestandteil bei jedem Bauprojekt verstanden werden. Bezugnehmend auf den Vortragstitel Nachhaltige Bauprodukte? Impulse der DGNB für Hersteller und Politik“ machte sie deutlich, dass Bauprodukte, um die geforderten Nachhaltigkeitsziele im Gebäude zu erreichen, eine wesentliche Rolle spielen.Henning Bloech, welcher die German Green Building Association GGBA mit dem Vortrag „Welche Qualitäten fordert LEED von den verwendeten Bauprodukten und wie kann natureplus dabei als Nachweis dienen?“ vertrat, hob die Unterschiede und Übereinstimmungen des ursprünglich aus den USA stammenden LEED Systems und der in Europa gebräuchlichen Zertifizierungssysteme hervor. In der LEED Zertifizierung, spielen im Wesentlichen die ökologische und die soziokulturelle Dimension der Nachhaltigkeit eine Rolle.

Christoph Sutter vom Energieinstitut Vorarlberg legte den Focus seines Vortrages Nachhaltig Bauen in Österreich“ auf dieErfolge, Instrumente und Anforderungen nachhaltigen Bauens, welche in Österreich in den letzten Jahren erzielt wurden. Sein Hauptaugenmerk lag auf den in Österreich durch Kooperationen entstandenen Plattformen wie z.B. baubook, einer Kooperation vom Energieinstitut Vorarlberg und dem Österreichischen Institut für Bauen und Ökologie mit weiteren Partnern wie natureplus oder den ÖkoBauKriterien, der Kooperation von ÖkoKauf Wien und Umweltverband Vorarlberg mit weiteren Partnern.

Die Internetplattform baubook ist eine umfassende Info- und Datenbank für ökologisches Bauen. Sie bietet gesundheits-, schadstoff-, energie- und umweltrelevante Informationen zu Bauprodukten und dient zur vereinfachten Nachweisführung bei Förderabwicklungen und öffentlichen Ausschreibungen in Österreich.

Nicolas Besser, Projektmanager Energie und Klimaschutz der Deutschen Umwelthilfe e.V., beschäftigte sich in seinem Vortrag mit der Frage: „Wie können wir in Deutschland durch eine stärkere Berücksichtigung von Materialqualitäten und eine Änderung der Förderpraxis klimagerecht Bauen und Sanieren?“ Die These, welche Herr Besser herausstellte, lautet: Die für die Herstellung von Bauprodukten benötigte Energie spielt in Gesetzgebung und öffentlicher Förderung bislang keine Rolle. Die aktuelle Förderung für das KfW-Effizienzhaus steht für einen niedrigen Energiebedarf in der Gebäudenutzung und orientiert sich an den Vorgaben der Energieeinsparverordnung. Um die Förderung nachhaltiger Baustoffe – in diesem Falle besonders der Dämmstoffe - voranzutreiben, müssen neue Kriterien und Anforderungen für eine technologieneutrale Förderung jenseits des U-Wertes für Neubau und Bestandssanierung umgesetzt werden.

Severin Lenel, Geschäftsführer von INTEP St. Gallen und Leiter der Zertifizierungsstelle MINERGIE-ECO CH beleuchtete die „Anforderungen an Baustoffe und Bauprodukte in den Instrumenten und Labels zum nachhaltigen Bauen in der Schweiz“ indem er eine Übersicht der in der Schweiz verbreiteten Label vorstellte. Neben den europaweit bekannten Zertifizierungssystemen gibt es in der Schweiz die Systeme „Umweltetikette Stiftung Schweizer Farbe“ und „Herkunftszeichen Schweizer Holz“.

Susanne Graßl beschrieb die Firmenphilosophie der Firma Baufritz GmbH in ihrem VortragIntegriertes Nachhaltigkeitskonzept bei Baufritz“. Nachhaltiges Denken und Handeln, nachhaltig wirtschaften, nachhaltige Produkte, nachhaltiger Arbeitgeber, und nachhaltiges Engagement führen in ihrer Gesamtheit zum Entschluss, nachhaltige Produkte und Bauteile bei natureplus zertifizieren zu lassen. Seit 2002 verbindet Baufritz und natureplus eine vertrauensvolle Zusammenarbeit. 2016 entstand die Idee einer Systemprüfung und Zertifizierung ganzer Bauteile, die im April 2018 durch die erfolgreiche Zertifizierung von 4 Bauteilen –Außenwand, Zwischenwand, Decke, Dach - bei natureplus mit Erfolg gekrönt wurde.

Bei den Teilnehmern stießen die Vorträge der renommierten Referenten und die kenntnisreichen Diskussionen auf großes Interesse.



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