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Das Jahr 2021 - aus natureplus Sicht

Mit dem Jahr 2021 neigt sich ein weiteres spannendes Jahr dem Ende. In diesem Jahresrückblick wollen wir das Jahr und einige Highlights aus natureplus Sicht noch einmal Revue passieren lassen.

Banner der natureplus Webseminarreihe"Baustoffe der Zukunft"

natureplus Kommentar zum neuen Koalitionsvertrag

Logo des natureplus Projektes "Baustoffwende"

Baustoffe mit Zukunftsperspektive, gebauter Klimaschutz und Kreislaufwirtschaft

 - das waren die Schwerpunkte der diesjährigen Webseminaren und Workshops.

In der Webseminarreihe „Baustoffe der Zukunft“ ging natureplus gemeinsam mit den Architects for Future und zahlreichen Expert*innen der Frage nach „Wie können wir das Bauen mithilfe nachhaltiger Baustoffe zukunftsfähig machen?“. Im Verlauf der sechs deutsch- und englischsprachigen Seminare wurden die Baustoffe Holz, Ziegel, Lehm, Bambus, sekundäre Baustoffe, sowie einige „Überraschungskandidaten“ unter den Baustoffen unter die Lupe genommen. Die Möglichkeiten, die sich durch diese teils traditionellen, teils innovativen Baustoffen ergeben, sorgten für rege Diskussionen unter den Teilnehmer*innen.

Weitere Zukunftsperspektiven ergaben sich in der Veranstaltungsreihe „How to Build Climate Protection“, die natureplus gemeinsam mit seinen europäischen Partnern im Herbst 2021 durchführte. Die insgesamt sechs Veranstaltungen, die online und live stattfanden, standen alle im Zeichen des gebauten Klimaschutzes. Diskutiert wurde mit verschiedenen europäischen Akteuren über Wege, die Umweltauswirkungen von Baustoffen durch den Einsatz biogener Materialien zu reduzieren und über die Möglichkeiten der Kohlenstoffspeicherung durch Baustoffe. Dabei zeigte sich auch, wie unterschiedlich (fortgeschritten) die Herangehensweisen und Richtlinien der europäischen Länder hier sind und wohin die Entwicklung gehen könnte.

Zukunftsperspektiven für die Umsetzung der Kreislaufwirtschaft im Bau(stoff)sektor diskutierte natureplus mit verschiedenen Expert*innen im Rahmen eines virtuellen Workshops. Dass im Bereich „Circular Economy“ dringender Handlungsbedarf besteht, darin waren sich alle Teilnehmenden einig. Bei der Diskussion in Kleingruppen, offenbarte sich aber auch die Vielzahl von technischen, organisatorischen, politischen und wirtschaftlichen Herausforderungen, die der Kreislaufwirtschaft im Bausektor derzeit noch im Weg stehen. Die hier angedachten Lösungsansätze, wie etwa eine Anpassung des Abfallstatus bei wiederverwendbaren Baustoffen, wird natureplus im Rahmen von Folgeveranstaltungen im kommenden Jahr aufgreifen.

Politische Bau(stoff)wende?

Als Mitunterzeichner der von den Architects for Future gestarteten Petition „Bauwende“, verlieh natureplus bereits im vergangenen Jahr der Notwendigkeit eines klima- und sozialverträglichen Bauens Ausdruck. 2021 bestärkte natureplus diese Forderungen als Mitunterzeichner eines offenen Briefes der Architekten an die Bauminister. In Form eines Maßnahmenpapiers hat natureplus sich zudem mit einer Reihe von Empfehlungen an die Verhandelnden der Ampel-Koalition gewandt. Und tatsächlich hat sich die neue deutsche Bundesregierung ersten wichtigen Schritten hin zu einer ökologischen und sozial verträglichen Bauwende verschrieben. Im Koalitionsvertrag der "Ampel" aus SPD, Grünen und FDP sind beispielsweise die „verstärkte Betrachtung von grauer Energie und Lebenszykluskosten“, die „Einführung des digitalen Ressourcenpasses“, das Ziel einer Kreislaufwirtschaft im Gebäudebereich sowie eine nationale „Holzbau-, Leichtbau- und Rohstoffsicherungsstrategie“ enthalten. Sichtbarster Erfolg der Bauwende-Bewegung ist die Einrichtung eines eigenständigen Bauministeriums, das der großen Bedeutung des Bausektors für den Klima- und Ressourcenschutz gerecht werden soll. Die konkrete Ausgestaltung dieser Ziele auf deutscher und europäischer Ebene wird natureplus im „Umsetzungsjahr 2022“ natürlich weiter kritisch begleiten.

Verstärkung im natureplus Team und eine neue Kommission

Auch vereinsintern stand das Jahr 2021 im Zeichen der Veränderung. Drei neue Teammitglieder kamen im Laufe des Jahres hinzu. Eric Draeger verantwortet seit Anfang des Jahres den Social Media Auftritt des Vereins und unterstützt zudem die Geschäftsführung in den Themen Finanzen und Prozessoptimierung. Ramona Lück ist seit Mai verantwortlich für die Vereinskommunikation, Öffentlichkeitsarbeit und Mitgliederbetreuung und unterstützt zudem die Durchführung verschiedener natureplus Veranstaltungen. Seit Dezember verstärkt nun Maria Renner das natureplus Team. Sie ist für den Bereich Wissensvermittlung und Forschung zuständig und bildet zudem die Schnittstelle des Vereins zur natureplus Kriterienkommission.

Neu in diesem Jahr hinzugekommen, ist auch die im Mai 2021 vom natureplus Vorstand einberufene Kommission für Marketing & Nachhaltigkeitskommunikation. Gemeinsam mit den Mitgliedern dieser Kommission möchte natureplus sich zu verschiedenen Themen der Nachhaltigkeitskommunikation austauschen, um die natureplus Kommunikationsangebote weiterzuentwickeln und um Synergien zu nutzen.

Zwei spannende Projekte für 2022

Die Themen Kommunikation und Forschung wird natureplus 2022 außerdem mit zwei Förder- und Forschungsprojekten ausbauen. Im Rahmen der Projekte „Baustoffwende“ und „Nachhaltige Lieferkette Bau“  setzt der Verein sich verstärkt mit nachhaltigen Lieferketten im Baustoffbereich auseinander und informiert breit zur notwendigen Bauwende mit nachhaltigen Baustoffen und Bauweisen. In beiden Projekten freuen wir uns über Ihre Ideen, Anregungen und Ihre Unterstützung – kommen Sie bei Interesse gerne auf uns zu.

Mit diesem bunten Strauß an Themen und der sich ankündigenden (politischen) Dynamik verspricht auch 2022 ein spannendes Jahr für natureplus zu werden. Wie immer halten wir Sie über unsere Neuigkeiten auf unserer Homepage, unserem Newsletter und in unseren Social Media Kanälen (Twitter, Instagram und LinkedIn) auf dem Laufenden.

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