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Ziegelindustrie zur Bundestagswahl

Die Deutsche Ziegelindustrie erhebt 12 Kernforderungen zur Bundestagswahl. Neben neuen Wohnungsbauförderprogrammen stehen auch gute Rahmenbedingungen für Klimaschutz und Nachhaltigkeit im Fokus.

„Die Ziegelindustrie steht bereit, bei der Lösung der drängenden gesellschaftlichen Herausforderungen mitzuwirken“, erklärte Stefan Jungk, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Ziegelindustrie (BVZi), bei der Vorstellung der Forderungen seines Industrieverbandes an die Politik. Die im Verband zusammengeschlossenen 80 Unternehmen repräsentieren einen Jahresumsatz von 1,5 Mrd Euro und beschäftigen 8.500 Mitarbeiter. Jährlich produzieren sie 7,5 Mio Kubikmeter Mauerziegel und 600 Mio Dachziegel und haben damit einen Marktanteil von 34 % im 1/2-Familienhausbau. Damit die Branche ihren Beitrag zum hochwertigen, nachhaltigen und bezahlbaren Bauen und zur Erreichung der anspruchsvollen Klimaziele leisten könne, seien Rahmenbedingungen erforderlich, welche die Wettbewerbsfähigkeit sichern und Innovationen fördern. Daraus leiten die deutschen Ziegelhersteller 12 Kernforderungen mit Blick auf die Bundestagswahl im September ab.

Für industrielle Produktion und Klimaschutz

In der unlängst vorgestellten "Roadmap für eine treibhausgasneutrale Ziegelindustrie bis 2050" (siehe Download) beschreibt die Branche ihren Weg zur klimaneutralen Produktion. Für das Gelingen dieses Transformationsprozesses bedürfe es mehr Rückenwind seitens der Politik: So fordern die Ziegler zuverlässige Zielvorgaben, ein umfassendes Investitionsprogramm, insbesondere für den Mittelstand, verfügbare grüne Energie zu wettbewerbsfähigen Kosten sowie einen wirksamen Carbon-Leakage-Schutz. Was der Ziegelindustrie nicht gefällt, sind "künstliche staatliche Markteingriffe “, beispielsweise zugunsten des Holzbaus, weshalb sie ein deutliches Bekenntnis zur "Technologieoffenheit" bei der Erreichung der Klimaziele fordern.

Für sozialen und energetisch hochwertigen Wohnungsbau

Im zweiten Themenfeld beschäftigt sich die Ziegelbranche mit notwendigen Anreizen für einen sozialen und energetisch hochwertigen Wohnungsbau. Gefordert werden u.a. die Verdreifachung der sozialen Wohnbauförderung auf drei Mrd Euro pro Jahr sowie ein Freibetrag von 250.000 Euro beim Ersterwerb einer Privatimmobilie in der Grunderwerbssteuer. Zudem müsse die Sanierungsquote mindestens verdoppelt und ein "Eine-Million-Dächer-Sanierungsprogramm bis 2025" aufgelegt werden. Anreize für den Einsatz erneuerbarer Energien - etwa Solaranlagen - müssten mit der vorherigen energetischen Optimierung des Daches zu einer attraktiven Kombiförderung verknüpft werden.

Für nachhaltiges Bauen entlang der Wertschöpfungskette

Für eine konsequente Bewertung der Ökobilanz von Gebäuden solle der gesamte Lebenszyklus von der Rohstoffgewinnung bis zum Recycling betrachtet werden. Der Zugang zu Rohstoffen wie Lehm und Ton müsse langfristig gesichert sein, Hindernisse beim Produkt-Recycling müssten beseitigt werden. Bei öffentlichen Bauvorhaben sollten regional verfügbare Baustoffe künftig stärker berücksichtigt werden. Außerdem spiegele die heute angenommene Lebensdauer von Gebäuden von 50 Jahren nicht mehr die gebaute Realität wider und sollte daher auf 80 Jahre angehoben werden.

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